Einsatz Gefahrgutzug - Gefahrstoffaustritt biologisch
Am Endlager einer Biogasanlage am nördlichen Dorfrand gab es nachts gegen vermutlich 22.30 Uhr ein Problem am elektrischen Schieber. Der händische Sicherheitsschieber wurde vergessen zu schließen. Im Laufe der Nacht lief Gülle aus der Grube in den Havarie Wall und sammelte sich dort. Morgens gegen 07.00 Uhr bemerkte der Betreiber den Austritt. Die Grube hat ein Fassungsvermögen von 1.900 m³ und soll lt. Angaben des Betreibers mit ca. 1.300 m³ gefüllt gewesen sein. Austrittsmenge wurde auf 200m³ geschätzt. Durch eine noch unbekannte Undichtigkeit unterirdisch (vermutlich Drainage) gelang die Gülle in die Gewässer bzw. den Graben unterhalb der Grube. Der Graben entwässert in ein Regenrückhaltebecken (Weiher). Dieser lief voll und über den Überlauf gelang das Gemisch dann in die Bach "Arrabach". Wie weit das kontaminierte Material sich seinen Weg in die weiteren Gewässer fand ist konnte nicht festgestellt werden, mind. aber bis Kröttenbach. Die Schieber waren bei Ankuft der FFW bereits verschlossen sodass kein weiteres Material austrat. Mit Dämmen an Graben und im Bach "Arrabach" wurde der Weiterfluss verhindert. Das kontaminierte Wasser wurde ausgepumpt und auf die Felder verbracht. Nach Messung der Wasserwerte wurde die Dämmer wieder entfernt. Am Weiher selbst wurde das Wasser komplett abgepumpt und der Weiher ausgebaggert. Am nächsten morgen war durch Wasserzufluss wieder ca. 20 cm Wasser im Weiher. Die Wasserwerte wurden vom Wasserwirtschaftsamt überprüft und freigeben. Der Mönch des Weihers wurde geöffnet um den Weiher trocken zu legen um ihn nach Austrocknen nochmal vollständig auszubaggern um evtl. Restbestände zu entfernen. Es waren Bagger von Tiefbaufirmen beteiligt. Etliche Landwirte und Lohnunternehmer warne mit Personal und Maschinen vor Ort.
| Einsatzart | Sonstige Tätigkeiten |
|---|---|
| Einsatzstart | 12. März 2026 07:37 |
| Einsatzdauer | 1,5 h |
| Fahrzeuge | MZF |